Wie unterstützt der Hürdenlos.Guide Menschen bei einer Tour?

Wie stark der Hürdenlos.Guide Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen unterstützt, hängt immer davon ab, wie ein Guide konzipiert wird und welche Schwerpunkte eine Einrichtung setzen möchte. Jede Tour kann gezielt auf bestimmte Bedarfsgruppen ausgerichtet werden, oder sie wird so gestaltet, dass sie möglichst vielen Menschen gleichzeitig gerecht wird. In der Produktion werden Sprache, Inhalte, Orientierung und Navigation so angepasst, dass sie ein möglichst breites inklusives Erlebnis schaffen.

Menschen mit Sehbeeinträchtigungen profitieren besonders von klaren, ausführlichen audiobasierten Beschreibungen. Der Guide kann Wege, Abzweigungen, Landmarken und räumliche Situationen so schildern, dass Nutzer sich sicher und selbstständig bewegen können. Auch inhaltliche Beschreibungen, etwa von Gebäuden, Kunstwerken oder Landschaften, werden so formuliert, dass sie ohne visuelle Informationen verständlich bleiben. Ein Beispiel: An einer historischen Brücke beschreibt der Guide nicht nur ihre Geschichte, sondern auch, wie sie aussieht, wie breit sie ist und wie sich der Raum davor anfühlt.

Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen werden alle Inhalte zusätzlich in gut lesbarer Textform angeboten. Die Formulierungen sind klar strukturiert, die Sätze bewusst einfach gehalten, und wichtige Informationen stehen in eigenen Abschnitten. So können auch Personen mit Hörverlust oder mit Hörgeräten, aber auch Nutzerinnen und Nutzer in lauter Umgebung, den Rundgang problemlos verfolgen.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität finden im Hürdenlos.Guide verlässliche Hinweise zu Wegen, Steigungen, Oberflächen und Alternativrouten. Der Guide kann zum Beispiel erklären, welche Zugänge stufenlos sind, welche Wege Kopfsteinpflaster haben, wo mögliche Engstellen warten oder welche Bereiche sich besser umgehen lassen. Dadurch hilft die App Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder auch temporär eingeschränkten Personen, sich sicherer und entspannter fortzubewegen.

Auch Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren stark. Die Inhalte werden in kleine, klar verständliche Schritte aufgeteilt, die Orientierung ist logisch aufgebaut, und Hinweise folgen einer gut nachvollziehbaren Struktur. Wichtige Informationen werden wiederholt oder angekündigt, und es gibt eine klare sprachliche Führung, die Überforderung vermeidet. Ein Beispiel wäre ein Rundgang durch einen Park, bei dem der Guide nicht nur erklärt, was zu sehen ist, sondern immer wieder sagt, wo man sich befindet, was als Nächstes kommt und welche Entscheidung an der nächsten Weggabelung zu treffen ist.

Am Ende entsteht ein inklusives Angebot, das weit über klassische Beeinträchtigungen hinausreicht. Die gleiche klare Sprache hilft auch Kindern, die Inhalte sonst nicht verstehen würden. Menschen mit chronischen Erkrankungen, die schneller ermüden, können jederzeit pausieren und später weitermachen. Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland profitieren von einfacher Sprache, die ohne Fachbegriffe und komplizierte Formulierungen auskommt. Und Menschen, die einfach keine Erfahrung mit Stadtplänen oder Museumsbesuchen haben, erhalten durch die GPS gestützte Orientierung eine entspannte, intuitive Begleitung.

Der Hürdenlos.Guide schafft damit ein Erlebnis, das nicht nur für bestimmte Gruppen funktioniert, sondern für alle – unabhängig davon, wie sie sehen, hören, sich bewegen, lernen oder welche Sprache sie sprechen.


Hat ihnen dieser Artikel gefallen?